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Bläsergottesdienst 2017

Bevor das Reformationsjubiläumsjahr bundesweit mit dem Reformationstag seinen eindeutigen Höhepunkt erreichte, legte der Posaunenchor Großaspach unter der Leitung von Sigmund Lenz quasi vor, als er einen Bläsergottesdienst zum passenden Thema „Lutherlieder zum Reformationsjubiläum“ feierte.

Wie unterschiedlich das bekannte Lutherlied „Eine feste Burg ist unser Gott“ interpretiert werden kann, zeigte der Posaunenchor in der gut besuchten Großaspacher Julianakirche eindrucksvoll.
Dieses wohl bekannteste Lutherlied animierte zahlreiche Komponisten dazu, sich ihm in ganz unterschiedlicher Weise anzunähern.
Zentral, und für die Bläserinnen und Bläser sicher auch die größte Herausforderung, war die Komposition von Christian Sprenger (geb. 1976), seines Zeichens Professor für Posaunen an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar.
Michael Schütz (geb. 1963) inspirierte die „feste Burg“ zu einem musikalisch ganz anderen Bläserstück, das der Posaunenchor als Nachspiel musizierte.
Als Begleitsatz zum Gemeindegesang diente dann die ebenfalls schon klassisch zu nennende Interpretation von Johannes Kuhlo (1856-1941), dem Begründer der Posaunenchor-Bewegung.

Damit bewegte sich der Posaunenchor Großaspach im diesjährigen Bläsergottesdienst allein mit dem Lied „Eine feste Burg ist unser Gott“ in ganz unterschiedlichen musikalischen Welten.

Hinzu kamen mit dem Vorspiel „Festive Trumpet Tune“ von David German (geb. 1954) und einem eher ruhigeren, meditativen Zwischenspiel „What sweeter music“ von John Rutter (geb. 1945) zwei weitere Bläserstücke von zeitgenössischen Komponisten, die zeigten, welch große Bandbreite an Musikstücken sich der Posaunenchor in den letzten Monaten erarbeitet hatte.

Insgesamt gesehen meisterten die Bläserinnen und Bläser die musikalischen Herausforderungen bravourös und boten dem Publikum mit weiteren Lutherliedern einen abwechslungsreichen Bläsergottesdienst, für dessen Liturgie Pfarrer Martin Kaschler verantwortlich war.

Entgegen der sonstigen Tradition konnte in diesem Jahr keine Bläserin und kein Bläser ein besonderes Jubiläum feiern, weshalb es auch keine der sonst üblichen Auszeichnungen gab.

Allerdings befindet sich der Posaunenchor selbst im 111. Jahr seines Bestehens seit der Gründung im Jahr 1906 - und es ist schön zu sehen, dass er trotz seines „hohen Alters“ immer noch in der Lage ist, musikalische Freude zu vermitteln und Gottes Lob mit Posaunen zum Ausdruck zu bringen.